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Urlaubsgefühl



„WOW, war das eine anstrengende Woche“, denkt ihr euch vielleicht. Möglicherweise hattet ihr aber auch  Urlaub und seid total entspannt und es geht erst nächste Woche wieder mit dem Alltag los.

Ihr seid vielleicht gerade zu Hause angekommen, habt das Urlaubsgefühl noch im Gepäck und hofft, dass dieser Zustand noch ein wenig anhält, was meistens beim Betreten der Arbeitsstelle schon nicht mehr der Fall ist.

Warum aber schaffen wir es nicht, dieses Freiheits- Ruhe- und/oder Abenteuergefühl mit in den Alltag zu nehmen und es über unser gesamtes Leben aufrechtzuerhalten?


Im Urlaub ist es bei den meisten Menschen so, dass sie sich endlich einmal wichtig nehmen. Sie haben das ganze Jahr für diese zwei Wochen gearbeitet und darauf gespart, dass sie sich nun einmal selbst an erste Stelle setzen dürfen. Sie kommen zu sich und blenden alles Andere um sie herum aus.

Sobald sie zu Hause ankommen verlassen sie diesen Zustand und messen allem um sie herum wieder eine höhere Priorität zu. Vor allem die Arbeit, für die sie ja schließlich bezahlt werden MUSS an oberster Stelle stehen. Schließlich hat man ja Verantwortung.


Aber was wäre, wenn es möglich wäre, dieses Urlaubsgefühl in unseren Alltag zu integrieren?

Was wäre wenn wir auch zu Hause und vor allem auf der Arbeit für uns an erster Stelle stehen würden?

Grenzt das schon an Egoismus oder haben wir so einfach die Chance bei uns zu bleiben und alle anderen mit unserer neuen Energie anzustecken und sie in unserem Licht zu baden?


Eine kleine Übung zum Wochenende:

Unternimm etwas, was dir unglaubliche Freude bereitet – Wenn du dich gerne entspannst und ein Buch liest, dann mach dies, wenn du gerne Berge erklimmst und Abenteuer erlebst dann mach das.

Wenn du gerade aus dem Urlaub kommst und das Gefühl noch in dir wohnt, bist du bereits bestens vorbereitet.

Wenn sich dieses Gefühl am Wochenende oder im vergangenen Urlaub in dir breit gemacht hat, versuche es bewusst mit in die nächste Woche zu nehmen. Immer wenn dein Kopf dir sagt „Jetzt muss ich mich aber beeilen“ oder „Diese Aufgabe muss unbedingt noch erledigt werden“, fragst du dich „Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“- Und du wirst merken in 90 % der Fälle wird gar nichts passieren. Solltest du eine Aufgabe dennoch unbedingt erledigen müssen, obwohl du bereits wieder bei einem bestimmten Stesslevel angekommen bist, dann erledige sie und nimm dir danach bewusst vor, etwas Schönes zu machen, was dich wieder ein Stück näher zu deinem „Urlaubsgefühl“ bringt. Mir hilft es z.B., wenn ich mir zusammen mit meiner Frau ein Eis auf die Hand kaufe und wir uns kurz zusammen irgendwo hinsetzen und die Seele baumeln lassen oder wenn wir gemeinsam barfuß eine Runde um den Block drehen.

Anfangs wird sich das „Urlaubsgefühl“ wahrscheinlich schnell verflüchtigen wollen, aber mit jedem neuen Wochenende wird sich durch diese Übung dein Kopf ein Stückchen mehr umstellen und du wirst merken, wie beflügelnd diese Methode wirkt und wieviel produktiver du letztendlich sein wirst.

Die Arbeit wird dir leichter von der Hand gehen, weil sie einfach „nebenbei“ läuft. – Und genau das ist auch richtig so.

Mal alles knallhart heruntergebrochen arbeiten wir, damit wir uns am Ende des Tages etwas zum Essen und Kleidung kaufen und eine Unterkunft leisten können. Damit sind unsere Grundbedüfnisse von Sicherheit und Nahrung gedeckt.

Warum Mühen wir uns also so ab? Warum möchten wir unser Gesicht nicht vor anderen verlieren? Warum sind wir so auf Erfolg und Anerkennung aus?

Ganz einfach. Wir messen uns selbst nicht den Wert bei, den wir eigentlich verdient hätten. Deshalb benötigen wir die Anerkennung durch Andere. Andere Menschen messen uns den Wert bei, den wir nicht in der Lage sind zu erfassen. Deshalb arbeiten wir sehr hart dafür, dass dieser Wert erhalten bleibt und wir im Ranking nicht nach unten rutschen. Und hier schließt sich der Kreis. Wenn wir uns auch auf der Arbeit und eben nicht nur im Urlaub an erste Stelle setzen und uns und unsere Bedürfnisse wichtig nehmen brauchen wir keine Bewertung durch Andere. Wir kennen unseren Wert und sind in der Lage unsere Bedürfnisse zu vertreten und das ganz ohne schlechtes Gewissen.

Ich wünsche dir viel Spaß im Dauerurlaub!


Alles Liebe, Vanessa



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War gestern bei "uns" Gesprächsthema. Darf ich den letzten Absatz mündlich zitieren? ❤️

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